Programme


New-York - Paris

Das Programm heisst  "New-York - Paris". 

Dabei handelt es sich um Werke, die alle, ausser Franck, original für das Saxophon komponiert wurden. Die Verbindung zwischen beiden Kontinenten schafft Elisa Hall, wohlhabende Amerikanerin und leidenschaftliche Saxophonliebhaberin, die im Auftrag Werke an viele Komponisten ihrer Zeit u.a. auch Claude Debussy vergeben hat. Fernande Decruck ist eine französische Komponistin, lebte lange Zeit in New-York mit ihrem Mann, der Solo-Saxophonist bei den New-Yorker Philharmonikern war. William Albright ist ein amerikanischer Komponist, der bei Olivier Messiaen in Paris studiert hat. Durch zahlreiche Begegnungen der Komponisten mit dem Instrument sind wunderbare Werke für das Instrument entstanden.

Übrigens, 2014 Jahr war das 200. Jubiläum des Saxophon Erfinders Adolphe Sax.  

Voilà.

Fernande Decruck (1896-1954)

Sonate en ut dies 

I. Tres modere, expressif

II. Noel

III. Fileuse

IV. Nocturne et Rondel

William Albright (1891-1971)

Sonata 

I. Two-Part Invention

II. La follia nuova: a lament for George Cacioppo

III. Scherzo "Will o' the wisp"

IV. Recitative and Dance

Pause

Claude Debussy (1862-1918)

Rhapsodie

César Franck (1822-1890)

Sonate A-Dur für Altsaxophon (orig. Violine) und Klavier

I. Allegro ben moderato

II. Allegro

III. Recitativo. Ben moderato - Fantasia. Molto lento

IV. Allegretto poco mosso


Musik im Exil

In diesem Programm werden die Komponisten vorgestellt, die unter dem Regime der damaligen Zeit gelitten haben und deren Musik als verfemte Musik gilt. Sie haben trotz der Verbote komponiert u.a. auch für ein damals sehr „gefährliches“ Instrument, das Saxophon - ein Symbol für die „Entartete Kunst“. Das Saxophon wurde von Adolphe Sax, einem Belgier, in Paris 1842 entwickelt. Seine Vision war es den Ausdruck von Streichinstrumenten, die Virtuosität der Holzblasinstrumente und den starken Ton der Blechblasinstrumente zu vereinigen. Damals gab es noch keinen Jazz. Erst Anfang des XX Jahrhunderts, nach dem I. Weltkrieg, kommt das Saxophon nach Amerika, wo das Instrument auf die noch ganz junge Musikrichtung Jazz stößt. Das Instrument findet dort sehr schnell seine Anerkennung. Seine europäischen Wurzeln werden fast vergessen. Das Saxophon gilt nun als Symbol für den Jazz. Auch in der UdSSR war das Instrument verboten, da es dort der kalte Krieg herrschte. Das Saxophon war erst knapp 100 Jahre auf der Welt und es entstehen blitzschnell tolle Originalwerke für das Instrument.

Paul Hidemith (1895-1963)

Sonata für Alt Saxophon und Klavier 10´

I. Ruhig bewegt 

II. Lebhaft 

III. Sehr langsam 

IV. Das posthorn (Zwiegespräch)

Pavel Haas (1899-1944)

Suite op. 17  (arr. Sopran Saxophone)  17´ 

I. Furioso 

II. Con fuoco 

III.Moderato    

Hans Gal (1890-1987)

Suite Op. 102b  9´ 

Cantabile 

Furioso 

Alexandre Tansman  (1897-1986)

Sonate 9´ 

I.   Allegro con moto 

II. Aria: Largo con cantabile 

III.Scherzo: Molto vivace

Pause

Bernhard Heiden (1910-2000)

Sonata 15´ 

I. Allegro 

II. Vivace 

III. Adagio-Presto

Günter Raphael (1903-1960)

Sonata 12´ 

I.Con moto 

II. Vivace 

III. Allegro molto energico

Erwin Schulhoff  (1894-1942)

Hot Sonata 16´